Hospiz Osnabrueck

Begleitung

Wen begleiten wir?

Das Osnabrücker Hospiz begleitet seit vielen Jahren Erwachsene. Nun steht der Ambulante
Kinderhospizdienst Osnabrück auch Familien mit schwer erkrankten Kindern zur Seite.
Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind an einer unheilbaren Krankheit leidet, erschüttert dies die ganze Familie. Plötzlich ist alles anders. Manchmal sind es Monate, oft Jahre, in denen die Familie extremen Belastungen ausgesetzt ist. „Zeit haben" wird oft zum unerfüllbaren Luxus.
Unsere freiwilligen MitarbeiterInnen stehen den Familien in dieser schweren Zeit bei. Sie hören zu, sie begleiten, sie verstehen, sie haben die Zeit, Kinder und Eltern zu entlasten. Sowohl das erkrankte Kind oder ein Geschwisterkind kann hilfreich unterstützt werden. Ist es der Wunsch der Eltern ausschließlich als Gesprächspartner für Mutter oder Vater da zu sein, so wird er nach Möglichkeit erfüllt. 

Jede Familie, in der ein unheilbar krankes Kind lebt, kann ambulant unterstützt und begleitet werden. Wir betreuen Familien in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, kostenlos und konfessionsunabhängig. Zudem unterstehen unsere MitarbeiterInnen der Schweigepflicht.


Welche Erkrankungen können lebensverkürzend für Kinder sein?

Zu den Erkrankungen aus der Kinderhospizarbeit zählen Stoffwechselerkrankungen,
die wahrscheinlich im Kindes,- oder Jugendalter zum Tode führen. Es kann sich um
eine genetisch bedingte Erkrankung handeln, die nach heutigem Stand der Medizin
nicht therapierbar ist. Kinder mit angeborenen Fehlbildungen und daraus folgender
lebensverkürzter Prognose werden ebenso palliativ (ummantelnd) versorgt. Familien
mit krebserkrankten Kindern, deren Therapie auch Krisen beinhalten können, werden
ebenfalls vom ambulanten Kinderhospizdienst phasenweise entlastet.


Wer begleitet die Familien?

Das betroffene Kind und seine Familie müssen sich mit der Möglichkeit des frühen Todes
auseinandersetzen. In dieser schweren Lebensphase begleiten ehrenamtliche MitarbeiterInnen die Familie mit Respekt, Würde und unter Achtung der Familienstrukturen.
Die freiwilligen MitarbeiterInnen des Ambulanten Kinderhospizdienstes Osnabrück werden in
intensiven Schulungen vom Kinderhospiz Löwenherz e.V. auf ihre Arbeit in den Familien
vorbereitet.

...Link zu Ehrenamt AKO

Wie lange begleiten wir?

Eine ehrenamtliche Begleitung kann mit dem Tag der Diagnose beginnen. Durch die
gute Vernetzung zu Sozialdiensten, Brückenteams in Kliniken und niedergelassenen
Kinderärzten ist es möglich, dass betroffene Familien sehr früh einen Kontakt zum
Ambulanten Kinderhospizdienst herstellen können. Diese Begleitanfrage erfolgt in der
Regel telefonisch, meist durch die Eltern. Die Koordinatorin des Dienstes besucht die
Familie zuhause und stellt im Erstgespräch die ehrenamtliche Unterstützung vor.
Ein oder zwei ehrenamtliche MitarbeiterInnen können die Familie jeweils für 3-4 Stunden
in der Woche entlasten. Nicht selten dauert eine Begleitung mehrere Jahre.
Verstirbt ein Kind, so ist auch in dieser schweren Phase der/die Ehrenamtliche
Wegbegleiter/in für die Angehörigen da. In der Zeit der Trauer kann auf Wunsch
der Eltern die Begleitung für einen individuell begrenzten Zeitraum bestehen bleiben.
Grundsätzlich hat der Wunsch der Familie immer Vorrang. Die Koordinatorin bleibt
während der Begleitung Instanz zwischen Familie und Ehrenamt.

 



Nach einem Erstgespräch mit der Koordinatorin stellt sich der/die Ehrenamtliche MitarbeiterIn zu Hause bei der Familie vor.