Hospiz Osnabrueck

Geschichte

1993 wurden die ersten beiden ehrenamtlichen Hospizgruppen  in Osnabrück gebildet. Unter der Leitung von Frau Mechthild und Herrn Bernhard Wulftange entwickelte sich in Haste die heutige Gruppe 1/ Nord und unter der Leitung von Frau Dr. Christa Fuhlrott entstand im Südkreis Georgsmarienhütte die Gruppe 3/ Süd.

Die ersten Qualifizierungsmaßnahmen für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der „Hospizarbeit“  fanden unter der Leitung von Johannes Betzler statt. Aus dieser Bewegung heraus wurde schließlich am 11. Juli 1994 der Osnabrücker Hospiz e.V. gegründet. 1995 fanden dann die ersten ehrenamtlichen Begleitungen sterbender Menschen sowie ihrer Zugehörigen in ihrer heimischen, vertrauten Umgebung statt.

In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich der ambulante Hospizdienst stetig weiter fort. Es wurden regelmäßige Informationsveranstaltungen sowie Orientierungswochenenden für alle Interessierten und zukünftigen ehrenamtlichen Kräfte unter der Leitung von Frau Christiane Boeckh angeboten. Es gab weitere Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche und ein Wachsen der Anzahl ehrenamtlicher Kräfte bis zum Jahr 2000 auf 50 Personen in 4 Gruppen.

Seit 1997 finden, nach Eröffnung des stationären Hospizes neben den Begleitungen zu Hause, nun auch Begleitungen im stationären Bereich statt. Durch die stetige Weiterentwicklung des ambulanten Hospizdienstes erfolgte 2001 die erste Festanstellung der hauptamtlichen Koordinatorin Frau Anja Olef. Außerdem wurde der ambulante Hospiz-Pflegeberatungs- und Palliativdienst (HP) gegründet. Er beinhaltet ein zusätzliches Angebot zur Unterstützung Betroffener im ambulanten Bereich und wurde insbesondere durch Frau Beate Dörtelmann aufgebaut. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Pflegekräften und Ehrenamtlichen begann sich zu entwickeln. Im selben Jahr wird die Förderung der ambulanten, ehrenamtlichen Arbeit von Seiten der Krankenkassen gesetzlich im § 39a Abs. 2 SGB V verankert.

Im Mai 2008 findet die Eröffnung des „Sonntagstreff für Trauernde“ in der Kath. Familien-Bildungsstätte statt. In angenehmer Caféatmosphäre bietet das Treffen, für alle Menschen die von Verlust betroffen sind, einen Ort zum gemeinsamen Austausch. Er findet unter der Leitung ehrenamtlicher Kräfte statt. Inzwischen sind 7 Hospizgruppen entstanden, in denen sich insgesamt 100 Menschen ehrenamtlich engagieren. Desweiteren entwickelte sich 2008 der ambulante Kinderhospizdienst und es wurden erste Begleitungen von schwersterkrankten Kindern und deren Familien geleistet.

Im Jahr 2009 folgt die Kooperation mit den Bildungsträgern Katholische und Evangelische Erwachsenenbildung zur Unterstützung in den Fortbildungsangeboten für ehrenamtliche Kräfte. Im Zuge der Weiterentwicklung des Ambulanten Hospizdienstes wurde 2010 eine weitere Koordinatorin, Frau Sarah Krämer, im Ambulanten Hospizdienst angestellt.

Im Laufe der Jahre haben sich die Aufgabenschwerpunkte einer Koordinatorin stark verändert. Die Anzahl der Begleitungen, der ehrenamtlichen Kräfte und Hospizgruppen hat stetig zugenommen und die Tätigkeiten sind umfassender geworden. Die nötigen strukturellen Veränderungen übernahm im Juni 2011 Frau Ellen Hassolt, Sozialarbeiterin und Krankenschwester als leitende Koordinatorin für den ambulanten Hospizdienst und den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück.