Hospiz Osnabrueck


Gedenkbuch

                                                    
                        Das Hospiz war und ist für uns ein Ort
… der Ruhe
… der Freude
… der Trauer
… der Worte
… ohne Zwänge
… des Zuhörens
… der Selbstbestimmung des Gastes
… des liebevoll begleiteten Sterbens
… des Abschiednehmens
… des Zuhörens
… voller Verständnis
… der schönen Erinnerungen  
                              (Ehefrau)
 

14 Monate schwere Krankheit ist ein langer Weg! Auf und ab, Bangen und Hoffen,
Freude und Enttäuschungen. Alles, was das Gefühlsleben hergibt (…), wie
Achterbahn fahren. Und dann – es kehrte Ruhe ein. Es begann eine Zeit, die für Mama,
so glauben wir, lebenswert war. Keine Schmerzen, kein Sauerstoff, keine Luftnot. Und
was wir alle nicht vermutet hatten, traf ein: Nicht nach unten ging der Weg, sondern noch
einmal ganz nach oben. Das war unsere „Änne“, noch einmal ganz die Alte.
Lachen, erzählen, helfen und noch einmal hoffen. Und für all das gibt es einen Namen.
Das Team vom Osnabrücker Hospiz!
Viele kleine und große Geschichten, an die wir uns gern erinnern. Ob es die Lehrstunde
war für Stefan im Grießpuddingkochen oder Mamas Bad mit Rosenblüten und Sekt.
Wir glauben, diese und viele andere Taten von euch allen hat dazu geführt, dass Mama
hier „zu Hause“ war.

(Tochter und Sohn)

Wir bedanken uns dafür, dass wir uns in den sieben Monaten
nicht einen Tag „komisch“ gefühlt haben.
(Geschwister)

Ja, es tut unendlich weh, meine liebe Mutter gehen lassen zu müssen, auch wenn
ich weiß, dass sie es danach gut haben wird. Ein Trost ist uns allen die liebevolle
Zuwendung, die sie hier erfährt, an einem Ort, der Geborgenheit vermittelt.

(Tochter)

Danke - für unendlich viel Zeit und Geduld mit einem Schwerkranken.
Danke - für jeden Versuch, noch etwas Freude und Lebenserleichterung
zu vermitteln.
Danke - dass ein eigenwilliger Mensch bis zum Schluss seine
Eigenheiten bewahren durfte.
(Schwester)
15 Monate vergingen von der Diagnose „unheilbarer Hirntumor“ bis zu ihrem viel zu
frühen Tod mit 60 Jahren. Von dieser Zeit war sie 41/2 Monate Patientin im Hospiz und
fand hier ihr letztes Zuhause. Die Freundlichkeit, Herzlichkeit und Zuwendung jedes
einzelnen Mitarbeiters gab ihr Hilfe, Stärke und Zuversicht, das nahestehende Ende in
Würde zu erwarten.
(Ehemann)