Hospiz Osnabrueck

SAPPV

März 2014

Sparda-Bank spendet 5.000 Euro für schwerkranke Kinder

Regional-Team für ambulante Palliativversorgung hilft

Osnabrück. Wenn Kinder oder Jugendliche schwer oder sogar unheilbar erkranken, das ist besonders hart. Auch ihre Familien und Freunde sowie die Ärzte und Thera-peuten kommen dann bisweilen an ihre Grenzen. Unterstützung finden Betroffene und ihre Familien sowie die begleitenden Ärzte beim Regional-Team für „Spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung", kurz ‚SAPPV'. „Aufgabe des Teams ist, beratend von außen zur Seite zu stehen und die Betroffenen während der Krise zu begleiten", sagt Tanja Wille. Sie gehört als Koordinatorin im ambulanten Kinderhospizdienst zu den Fachkräften, deren Fähigkeiten und Fachwissen im Regionalteam gebündelt werden. Wer Hilfe benötigt, kann sich an das Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher in Hannover wenden. Hier beim Dachverband wird die Hilfe organisiert und koordiniert. Dazu braucht es aber nicht nur fähige Ärzte und Therapeuten, sondern auch Geld, damit todkranke Kinder und Jugendlich auch zu Hause gut versorgt und bis zum Lebensende begleitet werden können.

Dafür hat jetzt die Sparda-Bank in Osnabrück eine Spende von 5.000 Euro bereitge-stellt. Filialleiter Joachim Feye, der den symbolischen Spendenscheck an das Regionalteam überreichte, informierte sich am Rande einer Teamsitzung über die wichtige Arbeit, die hier geleistet wird. „Ich finde es sehr wichtig, dass man versucht, die Kinder und Jugendlichen zu Hause zu betreuen und zu begleiten", sagte der Sparda-Bank-Filialleiter bei der Scheckübergabe. „Gerade junge Menschen, die krank sind, möchten soweit es eben geht am normalen Alltag teilnehmen und Zeit mit ihren Familien und Freunden verbringen." So soll die großzügige Spende der Sparda-Bank helfen, dass schwerkranke Kinder und ihre Familien in und um Osnabrück zuhause gut betreut und begleitet werden.


BergApotheke spendet
3 Notfallrucksäcke
an SAPPV-Team Osnabrück
Seit November 2011 steht Familien mit unheilbar kranken Kindern und Jugendlichen ein
spezialisiertes, palliatives Regionalteam Osnabrück zur Verfügung. Die Leitungserbringer
sind über das Netzwerk für die Versorgung schwer kranker Kinder und Jugendlicher in
Hannover unter der Rufnummer 0511 / 532 8980 zu erreichen. Ärzte, Pflegekräfte und
psychosoziale Mitarbeiter stehen der Familie in Krisen zusätzlich zum bestehenden
Helferkreis beratend und teilversorgend zur Seite.
Um eine gute Versorgung gewährleisten zu können, spendete die BergApotheke
Tecklenburg drei Notfallrucksäcke an das SAPPV-Team.
Mehr unter:www.betreungsnetz.org oder www.osnabruecker-hospiz.de

 

Foto: Thomas Wübker
Regionalteam
für ambulante Palliativversorgung gegründet

 Sie bündeln ihre Kräfte, um unheilbar kranke Kinder zu Hause zu betreuen:
DAS SAPPV-Team mit (von links) Janine Habermann (Pflegedienst Caselato), Kinderund
Jugendärztin Roswitha Jenß, Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin Annette Finke,
Tanja Wille (Koordinatorin im ambulanten Kinderhospizdienst), und der ärztliche Direktor
des CKO, Burkhard Rodeck.
Nicht im Bild:, Kinder- und Jugendärztin Gabriele Kaiser-Höhne.

Osnabrück. Für die Region Osnabrück hat sich das Regional-Team für „Spezialisierte
ambulante pädiatrische Palliativversorgung“ - kurz SAPPV - gegründet. Es bietet Beratung
in medizinischen Fragen an, es besteht aber auch aus den Mitarbeitern von Kinderkrankenpflegediensten
und psychosozialen Diensten. 2007 ist ein Gesetz in Kraft getreten,
das jeder Familie eine häusliche, palliative Versorgung zusagt. Als Dachverband für das
Regional-Team SAPPV fungiert das Netzwerk für die Versorgung scher kranker Kinder
und Jugendlicher in Hannover. Dort laufen Anfragen von Betroffenen zusammen und werden
in die entsprechenden Regionen weitergeleitet. Unter der Rufnummer 01805/90 60 22
können sich Eltern, Verwandte oder Hausärzte melden, wenn ein Kind zum Lebensende
begleitet werden soll.

Eltern und Hausärzte, die todkranke Kinder versorgen und betreuen, stoßen bisweilen
an Grenzen. Sie unterstützt jetzt das Regional-Team für „Spezialisierte ambulante
pädiatrische Palliativversorgung“, kurz: SAPPV. Das Team bietet Beratung in medizinischen
Fragen an, es besteht aber auch aus Mitarbeitern von Kinderkrankenpflegediensten
und psycho-sozialen Diensten.

„Dieses Gebiet ist im Wachsen“, sagt Tanja Wille, Koordinatorin im ambulanten
Kinderhospizdienst. Damit ist nicht gemeint, dass immer mehr Kinder und Jugendliche
an unheilbaren Krankheiten leiden, sondern dass die Versorgung verbessert wird.
2007 ist ein Gesetz in Kraft getreten, dass jeder Familie eine häusliche, palliative
Versorgung zusagt. „Die Palliativ-Medizin für Kinder ist anders als bei Erwachsenen“,
sagt Dr. med. Burkhard Rodeck, ärztlicher Direktor des Christlichen Kinderhospitals
Osnabrück (CKO). Kinder leiden zum Teil jahrelang an tödlichen Krankheiten, so Rodeck.
Die Eltern sollen zudem durch die Palliativ- und Hospiz-Dienste entlastet werden.

Als Dachverband für das Regional-Team des SAPPV fungiert das Netzwerk für die
Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher . V. in Hannover. Dort laufen
Anfragen von Betroffenen zusammen und werden in die entsprechenden Regionen
weiter geleitet. Unter der Rufnummer 01805/906022 können sich Eltern, Verwandte oder
Hausärzte melden, die sich um ein Kind kümmern, das an einer lebensverkürzenden
Krankheit leidet, wenn eine Krise entsteht oder es zum Lebensende begleitet werden
soll. „Die Aufgabe des SAPPV-Teams ist, beratend von außen zur Seite zu stehen und
die Betroffenen während der Krise zu begleiten“, sagt Tanja Wille. Die Kinder- und
Jugendlichen-Therapeutin Annette Finke betont, dass Hausärzte nicht zur Seite gedrängt
werden sollen. Der Arzt in dem SAPPV-Team habe Supervisions- und
Beratungsfunktionen, so Rodeck.

Pressebericht NOZ vom 12. Juni 2012
Unterstützung für unheilbar kranke Kinder